Kaiserappartements
Geschichte

Silberkammer

Die Silberkammer in der Wiener Hofburg bewahrt und pflegt das reiche Erbe der kaiserlichen Tafelkultur. Der Sammlungsbestand aus mehreren Hofdiensten, die am kaiserlichen Tafeln beteiligt waren, ging nach dem Ende der Habsburgermonarchie im Jahr 1918 an die Republik Österreich über. Die etwa 135.000 erhaltenen Objekte, wovon ein Teil museal präsentiert wird, stellen heute eine weltweit einzigartige Sammlung des zeremoniell geprägten höfischen Tafelns dar.

Sammlungsschwerpunkte sind, neben dem kaiserlichen Tafelsilber, kostbarste Porzellanservice – von der bedeutenden habsburgischen Sammlung asiatischer Porzellane des 18. Jahrhunderts bis zu Meisterwerken der Wiener Porzellanmanufaktur –, monumentale Tafelaufsätze aus vergoldeter Bronze, edle Trinkglas-Garnituren für die kaiserlichen Bankette. Auch die berühmte Kaiserserviette, die bis heute von den Beschließerinnen der Silberkammer nach traditioneller Überlieferung gefaltet wird, darf natürlich nicht fehlen.

Virtueller Rundgang

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Raum 1: Der Tod

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Raum 2: Mythos Sisi

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Raum 3: Das Mädchen

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Raum 4: Am Hof

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Raum 5: Die Flucht

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Raum 6: Das Attentat

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Kaiserstiege

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Trabantenstube

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Audienzwartesaal

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Audienzzimmer

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Konferenzzimmer

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Arbeitszimmer

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Schlafzimmer

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Großer Salon

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Kleiner Salon

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Wohn- und Schlafzimmer

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Turn- und Toilettezimmer

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Badezimmer und Toilette

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Berglzimmer

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Großer Salon der Kaiserin

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Kleiner Salon Elisabeths

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Großes Vorzimmer

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Alexander Appartement und Roter Salon

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Speisesaal

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Krönungsmahl Joseph II.

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Mundzeug von Kaiserin Maria Theresia

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Barocke Prunkstücke

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Hof Porzellane im 19. Jahrhundert

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Blumenteller

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Mailänder Krönungstafel

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Illuminierter Tafelschmuck

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Hoftafel auf Reisen

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Wiener Porzellan des Biedermeier

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Laxenburger Tafelaufsatz

Raum 1: Der Tod

Der Rundgang durch das Sisi Museum beginnt mit dem tragischen Tod der Kaiserin, der zur Entstehung des Sisi Mythos entscheidend beigetragen hat.

Raum 2: Mythos Sisi

Elisabeth ist als ewig junge und schöne Kaiserin in die Geschichte eingegangen. Nach dem Attentat in Genf entstanden Gedenkbilder, Münzen, Postkarten und zahlreiche Denkmäler, später in den 50er Jahren die berühmten Sissi-Filme von Ernst Marischka.

Raum 3: Das Mädchen

Der Rundgang des Sisi Museums führt in diesem Raum weiter zur Geburt der Kaiserin am Weihnachtsabend 1837, ihrer Kindheit in Bayern bis hin zur Verlobung mit Kaiser Franz Joseph im Jahr 1853.

Raum 4: Am Hof

Das berühmte Gemälde von Franz Xaver Winterhalter zeigt die junge Kaiserin mit Diamantschmuck im Haar. Was wie ein Traum aussieht, wurde für Kaiserin Elisabeth am Wiener Hofe jedoch viel mehr zum Albtraum, da ihr Leben von nun an vom strengen Hofzeremoniell bestimmt wurde.

Raum 5: Die Flucht

Nach dem tragischen Selbstmord ihres Sohnes Rudolfs zog sich Elisabeth in ihr Leid und ihre Trauer zurück. Die Kaiserin wurde immer rastloser und begann vermehrt zu reisen.

Raum 6: Das Attentat

„Nun ist es gekommen, wie sie es immer wünschte, rasch, schmerzlos, ohne ärztliche Beratungen, ohne lange, bange Sorgentage für die Ihren.“

Kaiserstiege

Über die prunkvolle Kaiserstiege gelangen Sie zu dem Sisi Museum und den Kaiserappartements.

Trabantenstube

Die Trabantenstube diente als Vorraum zu den Gemächern Kaiser Franz Josephs.

Audienzwartesaal

Kaiser Franz Joseph gab zweimal pro Woche allgemeine Audienzen, bei denen alle Untertanen seines Reiches mit ihren Anliegen vor dem Kaiser erscheinen konnten.

Audienzzimmer

Franz Joseph empfing im Laufe seines Lebens an die 260.000 Personen zur Audienz.

Konferenzzimmer

Hier fanden die sogenannten Minister-Conseils, die Ministerkonferenzen, statt, bei denen der Kaiser stets den Vorsitz führte. Der Raum war auch vom Zimmer des diensthabenden Flügeladjutanten zugänglich, der dem Kaiser die Anwesenheit der Minister zu melden hatte.

Arbeitszimmer

„Sobald die Kinder allein Essen konnten, durften sie bei ihm im Schreibzimmer - oft acht Stück - speisen.“

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer von Kaiser Franz Joseph mit einem braun gestrichenem, eisernem und transportablem Bett, wie es der Kaiser auch in Schönbrunn, Budapest, Laxenburg, Bad Ischl und Gödöllö benutzte.

Großer Salon

„… in diesen kleinen Salons weilt er gerne, wenn er Familienbesuch, den seines Bruders, seiner Enkel, Neffen usw. erhält. Dort nimmt er in ihrer Gesellschaft eine Tasse Tee zur Dämmerstunde, plaudert mit ihnen, und vor Allem, frägt er sie nach ihren Wünschen…“ (Viribus Unitis, 1898)

Kleiner Salon

Der Kleine Salon diente als Rauchzimmer und ist heute als Gedenkraum für Kaiser Maximilian von Mexiko eingerichtet.

Wohn- und Schlafzimmer

Bis um 1870 war dieser Raum das gemeinsame Schlafzimmer des Kaiserpaares, dann übersiedelte Franz Joseph in seinen eigenen Schlafraum im Reichskanzleitrakt.

Turn- und Toilettezimmer

Das Toilette- und Turnzimmer war Elisabeths Hauptaufenthaltsraum in der Hofburg Hier begann der Tag der Kaiserin, im Winter um sechs Uhr morgens mit dem täglichen Frisierritual.

Badezimmer und Toilette

Zum Amalienhof gelegen befinden sich hinter dem Toilettezimmer die Toilette und das Badezimmer der Kaiserin, die 1876 im Zuge der Bewohnung durch Elisabeth neu ausgestattet wurden.

Berglzimmer

Die Berglzimmer wurden von Johann Wenzel Bergl um 1766 geschaffen und von Kaiserin Maria Theresia in Auftrag gegeben. Sie zeigen illusionistische Landschaftsmalerei.

Großer Salon der Kaiserin

Dieses Zimmer diente Elisabeth als Empfangssalon.

Kleiner Salon Elisabeths

Zur Zeit Elisabeths wurde dieser Raum als Empfangszimmer genutzt.

Großes Vorzimmer

Die Gemäldeausstattung dieses Raumes führt in das 18. Jahrhundert, in die Zeit Maria Theresias, der Ur-Ur-Großmutter Franz Josephs, zurück.

Alexander Appartement und Roter Salon

Das Appartement wurde nach einem Tapisserienzyklus genannt, der das Leben und die Heldentaten Alexander des Großen zum Thema hat und die Wandfelder der Weißgold-Holzvertäfelung füllte.

Speisesaal

Einmal in der Woche, am Sonntag, sah sich die Kaiserfamilie beim Familiendiner, zu dem jedes in Wien weilende Familienmitglied zu erscheinen hatte.

Krönungsmahl Joseph II.

Das großformatige Gemälde, Teil eines Bildzyklus von Martin van Meytens zur Krönung von Joseph II., verbildlicht das kaiserliche Tafelzeremoniell des 18. Jahrhunderts bis ins kleinste Detail.

Mundzeug von Kaiserin Maria Theresia

Die Kassette der persönlichen Besteckgarnitur der Kaiserin aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zeigt die prominente Nummer 1 des Sammlungsinventars der Silberkammer.

Barocke Prunkstücke

Zu den ältesten Sammlungsstücken der Silberkammer zählen die kaiserlichen Lavabo-Garnituren, das Bergkristallservice und eine Florentiner Anbieteplatte aus Pietra Dura.

Hof Porzellane im 19. Jahrhundert

Mit dem Wandel der Tafelsitten gingen edle Porzellanservice für die Deckung der Galatafeln in die Silberkammer ein. In der Zeit des Empire lieferte die Wiener Porzellanmanufaktur moderne Tafelgeschirre in „Hofform“.

Blumenteller

Fast ein ganzes Jahrhundert lang setzten die Blumenteller bei kaiserlichen Banketten ein farbenfrohes Statement zum Dessert. 

Mailänder Krönungstafel

Der neu gestaltete Zugang zum Mailänder Tafelaufsatz macht die Opulenz einer Krönungstafel räumlich aber auch im kleinsten Detail der künstlerischen Ausführung erfahrbar. Der monumentale Aufsatz aus feuervergoldeter Bronze entstand ab 1836 für die Krönung von Kaiser Ferdinand I. zum König von Lombardo-Venetien in Mailand.

Illuminierter Tafelschmuck

Bei abendlichen Diners sorgten zentral gesetzte Tafelaufsätze für prächtigen Schmuck und glanzvolle Beleuchtung. Die zahlreichen Diners am Wiener Hof hinterließen ein bleibendes Vermächtnis – eine reiche Sammlung kunstvoller Bronze-Doré-Tafelaufsätze aus Paris und Wien.

Hoftafel auf Reisen

Die vielen erhaltenen Transportkisten und Kassetten der Silberkammer zeugen vom Aufwand der Tafelkultur auf den kaiserlichen Reisen durch die Habsburgermonarchie.

Wiener Porzellan des Biedermeier

Die kaiserliche Porzellanmanufaktur lieferte mehrere Tellerserien für die kaiserlichen Tafeln. Gegessen wurde auf Kunstwerken der unübertroffenen „Ära Sorgenthal“.

Laxenburger Tafelaufsatz

Der Dessert-Aufsatz mit 61 Ahnenporträts nach Vorlage der Gemäldesammlung von Schloss Ambras ehrt die dynastischen Verbindungen historischer Herrscherpaare aus dem Hause Habsburg.

Silberkammer

Alle Räume im Überblick

Die Silberkammer befindet sich im Erdgeschoß des Reichskanzleitraktes der Wiener Hofburg. Highlight Exponate sind die ältesten Sammlungsstücke, prunkvolle Tafelaufsätze sowie Porzellane der kaiserlichen Manufaktur für den Wiener Hof. Nach Abschluss der 2. Bauphase der Umgestaltung des Sisi Museums wird der Rundgang auch durch die Historische Silberkammer erweitert. 

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